Gasshuku 2017 Dresden

Große Erfolge konnte das Karatedojo Kamakura Warendorf beim diesjährigen viertägigen Sommerlehrgang in Dresden feiern. Rund 120 Karateka aus ganz Deutschland und Österreich waren zusammengekommen, um unter Bundestrainer Akio Nagai Shihan (9. Dan) sowie den Gasttrainern Masaru Miura Shihan (9. Dan) und Yasuyuki Aragane Shihan (8. Dan) zu trainieren und ihren Horizont zu erweitern.

Aragane Shihan eröffnete den Lehrgang am Donnerstag mit einer Kihon-Einheit (Grundtechniken). Einzeln oder mit Partner ließ er die Trainierenden ihre Schläge und Tritte erproben und überzeugte dabei mit seiner humorvollen Art und präzisen Techniken.

Nach einer kurzen Pause wurde die Gruppe aufgeteilt, die Schwarzgurte bekamen unter Miura Shihan, dem Bundestrainer Italiens ein Training der besonderen Art geboten: Der bereits 78-Jährige wies auf die Notwendigkeit hin, das eigene Karate dem jeweiligen Lebensalter anzupassen, da Beweglichkeit und Schnelligkeit im Alter oft nachließen. Dazu demonstrierte er eine Reihe von Verteidigungstechniken, die ohne viel Bewegung auskommen und trotzdem gegen junge, starke Kämpfer bestehen. Die Schüler nahmen die neue Herangehensweise gerne auf, mussten jedoch einsehen, dass Miura Shihans Erläuterung „sehr einfach, aber sehr schwierig“ durchaus zutraf.

Am Freitag gab es nach der ersten Einheit eine Kumite-Einheit (Partnertraining) unter Aragane Shihan für die Schwarzgurte. Schnelle Drehungen und das Präzise ableiten des gegnerischen Angriffs waren Schwerpunkte. Im Anschluss folgten einige Runden freier Kampf unter den Augen des Bundestrainers – eine erste Sichtung für die Schwarzgurt-Prüfungen am Samstag.

Dieser stand dann ganz im Zeichen der Prüfungen. Nach kurzem Training fanden zunächst die Kyu-Prüfungen (Farbgurte) statt, ehe sich einige Schwarzgurte und Schwarzgurt-Anwärter dem Prüfungskomitee bestehend aus Bundestrainer Nagai Shihan, den beiden Gasttrainern sowie den wichtigsten deutschen Großmeistern stellten. 

Hier war das Dojo Kamakura stark vertreten: Den Auftakt machte Jasmine Fehmer, die mit ihren erst 17 Jahren die Prüfung zum Shodan (erster Schwarzgurtgrad) bestand, ein Gürtelgrad, der normalerweise erst ab dem 18. Lebensjahr erreicht werden kann.

Zur Prüfung zum Nidan (2. Schwarzgurt) trat Arndt Fehmer an, der die Prüfer ebenfalls überzeugen konnte.

Die Prüfung zum Sandan (3. Schwarzgurt) traten gleich zwei Dojomitglieder an: Dr. Heinz Roßbach trat auf besonderen Wunsch des Bundestrainers zur Prüfung an und bestand diese. Anne Thielen stellte sich mit erst 27 Jahren, damit drei Jahre unter dem Mindestalter, ebenfalls auf Wunsch des Bundestrainers der Prüfung und konnte die Prüfer gleichermaßen überzeugen.

Dojoleiter Markus Boy Sensei konnte mit seiner Darbietung ebenfalls überzeugen, er bestand somit die Prüfung zum Yondan (4. Schwarzgurt).

Die erfolgreichen Prüfungen wurden abends bei der Lehrgangsparty gebührend gefeiert, ehe es am Sonntagvormittag zur letzten Trainingseinheit ging. Nach Ende des Trainings gab es noch einen Hinweis für die erfolgreichen Schwarzgurt-Prüflinge: Der neue Grad sei vor allem eine Verantwortung, der man gerecht werden müsse, um der Graduierung gerecht zu werden.

Erschöpft, aber mit vielen neuen Eindrücken und sehr zufrieden machten sich die Kamakura-Karateka anschließend auf den Heimweg.

Wer selbst einmal in die Kampfkunst Karate hineinschnuppern möchte, der ist bei Kamakura jederzeit zu einem Probetraining oder zum Zuschauen willkommen.

 

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