Presseberichte
„Wir sind immer Schüler“
Telgte. Drei Tage eisernes Training waren nötig, bis Großmeister Akio Nagai beim Lehrgang in Schwäbisch-Gmünd den drei Karateka die Prüfung für den schwarzen Gurt abnahm. Für Michaela und Klaus Martinkowski aus Telgte und Burkhard Peppinghaus aus Wolbeck war das Trainingslager aber nur der finale Höhepunkt einer langen und intensiven Vorbereitungsphase. „Wir haben ein Jahr lang auf diese Prüfung hingearbeitet und fünf Mal pro Woche trainiert“, berichtet Klaus Martinkowski, 37 Jahre alt, von dem beschwerlichen Weg zum ersten Dan-Grad. Durch das Bestehen der Prüfung sind die drei nun berechtigt, den schwarzen Gurt zu ihrem schneeweißen Karateanzug zu tragen.
Akio Nagai ist der einzige Großmeister des Verbandes Shotokan Karate International, der in Deutschland die Prüfung zum schwarzen Gurt abnehmen darf. Vorbereitet wurden Michaela und Klaus Martinkowski (beide TV Friesen) und Burkhard Peppinghaus (TV Wolbeck) von den Trainern Jörg Fichna (3. Dan) und Reinhard Nawe (6. Dan). „Wir trainieren ein kämpferisches Karate, bei dem die Effektivität der Technik im Vordergrund steht“, erklärt Jörg Fichna, der gleichzeitig Leiter der Karateabteilung des TV Friesen ist.
Das Spannende an dem Kampfsport sei, dass es immer etwas Neues zu lernen gebe, sagt Burkhard Peppinghaus. Die Arbeit an der Perfektion im Sport wirke sich auch auf das tägliche Leben aus: „Im Alltag ist es genauso. Wenn ich etwas anpacke, dann richtig“, so der 43-Jährige. „Wer Karate macht, der gibt auch sonst im Leben nicht so schnell auf und lernt sich durchzusetzen“, sagt die 34-jährige Michaela Martinkowski. „Anders als bei anderen Sportarten sind wir immer auch Schüler“, versucht Jörg Fichna die Philosophie, die hinter dem Kampfsport steckt, zu erklären. Vielleicht auch deshalb waren die drei Schwarzgurtträger in dieser Woche gleich wieder hoch konzentriert beim Training in der Mönkediek-Halle anzutreffen. Der nächste Dan-Grad wartet schon.
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